Das Zentralmuseum des Großen Vaterländischen Krieges 1941–1945 in Moskau.

Quelle: Zentralmuseum des Großen Vaterländischen Krieges, Moskau

Die internationale Wanderausstellung war vom 22. Juni bis zum 21. November 2011 im Zentralmuseum des Großen Vaterländischen Krieges in Moskau zu sehen.

Quelle: Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

Zentralmuseum des Großen Vaterländischen Krieges 1941–1945

Park Pobedy 3
121170 Moskau

info[at]poklonnayagora.ru
www.poklonnayagora.ru

Erfolgreiche Präsentation der internationalen Wanderausstellung zur NS-Zwangsarbeit in Moskau

Organisatoren ziehen positive Bilanz der ersten Auslandsstation und der deutsch-russischen Zusammenarbeit

Am 21. November 2011 endete die Präsentation der internationalen Wander-ausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“ im Zentralmuseum des Großen Vaterländischen Krieges 1941–1945 in Moskau. Mit Unterstützung des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew und des damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff war sie dort am 22. Juni 2011, zum 70. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion, eröffnet worden. Damit stand die Ausstellung, die von der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora erarbeitet und von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) initiiert und gefördert wurde, auch symbolisch im Kontext der deutsch-russischen Verständigung.

Die ursprünglich bis Ende Oktober geplante Präsentation der Ausstellung in Moskau wurde aufgrund des großen Interesses verlängert. Seit der Eröffnung wurden mehr als 20.000 Besucher gezählt, darunter viele Schülergruppen, Pädagogen, Museumsmitarbeiter und nicht zuletzt ehemalige Zwangsarbeiter. Für diese markierte die Ausstellung eine späte Würdigung und Anerkennung ihrer Schicksale, die sie nach dem Krieg aus Angst vor Repressalien verschweigen mussten. Der heute 88-jährige Mark Tilewitsch, Überlebender des Konzentrationslagers Sachsenhausen, sagte dazu: „Bei uns ist das Kapitel der Geschichte, das vom Leben von Sowjetbürgern in Konzentrationslagern handelt und davon, was sie durchlitten haben und wie sie dabei ihrer Heimat treu blieben, praktisch unerforscht.“

Eigens für die Moskauer Station wurde die Ausstellung in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Zentralmuseums um Exponate und Interviews ehemaliger sowjetischer Zwangsarbeiter erweitert. „Die NS-Zwangsarbeit war ein deutsches Verbrechen mit europäischer Dimension“, unterstrich Dr. Jens-Christian Wagner, Kurator der Ausstellung und Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. „Eine wirkliche Auseinandersetzung mit diesem Thema kann deshalb nur transnational erfolgen. Die Ausstellung in Moskau zeigt beispielhaft, welche Ergebnisse die gemeinsame Anstrengung bringen kann.“

Die Ausstellung hatte ein umfangreiches Begleitprogramm: Vor der Eröffnung fand ein Tischgespräch der Ausstellungsmacher mit russischen Opfergruppen und Veteranenverbänden statt. Zusammen mit der NGO „Memorial“ wurde eine Seminarreihe für Geschichtslehrer und andere Interessierte zur Vermittlung des Themas Zwangsarbeit durchgeführt. Am 14./15. November fand in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut in Moskau die Konferenz „Zwangsarbeit für das Deutsche Reich 1941–1945. Praxis und Erinnerung in deutschen und russischen Perspektiven“ statt. Das Zentralmuseum des Großen Vaterländischen Krieges 1941–1945 organisierte darüber hinaus Führungen für Schüler sowie Veranstaltungen, an denen Zeitzeugen, Pädagogen und Jugendliche teilnahmen.

Föderale Staatliche Kultureinrichtung „Zentralmuseum des Großen Vaterländischen Krieges 1941–1945“
(verantwortlich für den Inhalt des Prologs)

Museumsdirektor
Vladimir Ivanovič Zabarovskij

Erster stellvertretender Direktor
Aleksandr Jur’evič Tatulov

Stellvertretender Direktor für Ausstellungen
Viktor Nikolaevič Skrjabin

Wissenschaftliche Sekretärin
Serafima Ivanovna Gorbunova

Leiter der Ausstellungs- und Forschungsabteilung zu militärischen Auseinandersetzungen und Kriegen 1930–1940
Nikolaj Aleksandrovič Jakuba

Stellvertretender Direktor für Kultur- und Bildungsarbeit
Michail Michajlovič Michal’čev

Leiter der Presseabteilung
Aleksandr Nikolaevič Klepikov

Koordination und Ausstellungsaufbau
Republikanisches Museumszentrum GIM
Generaldirektorin: Ol’ga Al’bertovna Sokolova
Leitender Projektmanager: Vitalij Ivanovič Sokolov

Verwaltungsabteilung
Stellvertretender Verwaltungsdirektor: Vladimir Anatol’evič Anisimov

Technischer Support
Stellvertretender Direktor Technischer Support: Andrej Vasil’evič Fetisov

Herstellung Druckerzeugnisse/Einladungen
Verlags- und Druckereizentrum August Borg: Anastasija Orlova

Museumsinformationszentrum
Vadim Genadievič Osejko

Unterstützt von
Kulturministerium der Russischen Föderation
Außenministerium der Russischen Föderation
Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter der Russischen Föderation in der BRD: Vladimir Michajlovič Grinin
Staatliches Archiv der Russischen Föderation