Eine Ausstellung unter der gemeinsamen Schirmherrschaft des Präsidenten der Tschechischen Republik, Miloš Zeman und des Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Joachim Gauck.

Das Belvedere Prag

Die Ausstellung ist hier vom 02. Juli bis zum 31. Oktober 2014 zusehen.

Foto: Prager Burgverwaltung

Von links: Jiří Kuděla, Rikola-Gunnar Lüttgenau, Ivo Losman, Stanislaw Tillich und Tomáš Jelínek in der Ausstellung zur NS-Zwangsarbeit.

Foto: Eva Kořínková

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Im Belvedere in der Prager Burg eröffnet am 2. Juli die Ausstellung über Zwangsarbeit unter dem Nationalsozialismus

Vom 2. Juli bis zum 31. Oktober 2014 kann im Belvedere in der Prager Burg die internationale Wanderausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“ besucht werden.

Die Ausstellung erzählt erstmals die gesamte Geschichte der Zwangsarbeit in der Zeit des nationalsozialistischen Deutschlands und ihrer Folgen nach 1945. Die historischen Exponate und Fotografien erlauben uns, Einblick in die rassistisch definierten Beziehungen zwischen Deutschen und Zwangsarbeitern zu nehmen und uns eine Vorstellung davon zu machen, welche Handlungsspielräume die Menschen innerhalb des Systems hatten. „Es handelt sich um mehr als 60 repräsentative Fallstudien. Die angesammelten Materialien sind chronologisch eingeteilt und lenken die Aufmerksamkeit der Besucher auf einige Beispiele der Zwangsarbeit. Die Ausstellung bietet eine einzigartige Gelegenheit zur Erforschung dieses Themas aus persönlicher Hinsicht,“ führte Prof. Dr. Volkhard Knigge auf, Leiter dieses Ausstellungsprojekts und Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.

In das deutsche Reich und in die besetzten Gebiete wurden mehr als 20 Millionen Männer, Frauen und Kinder aus ganz Europa verschleppt, die dort als „Fremdarbeiter“, Kriegsgefangene oder Gefangene von Konzentrationslagern Zwangsarbeit verrichteten. Wie wurde das System der Zwangsarbeit geschaffen? Und welche Geschichten verbargen sich hinter den Zäunen und Mauern der Lager und Barackenunterkünfte der Fabriken, in denen Menschen bis zur vollständigen Erschöpfung für das Dritte Reich arbeiten mussten? Gerade auf diese Fragen ist die Ausstellung ausgerichtet. Sie erhellt auch den den Kontext der nationalsozialistischen Ideologie, die die Arbeit zu einem Instrument der Disziplinierung wie auch der Vernichtung machte, das in allen europäischen Ländern angewendet wurde.

Veranstalter ist die Verwaltung der Prager Burg mit Unterstützung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds. Die Ausstellung wurde von der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora erarbeitet und von der deutschen Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) initiiert und gefördert. Diese Hauptpartner der Veranstaltung bieten zur Ausstellung auch ein umfangreiches Begleitprogramm an, das aus Zeitzeugengesprächen, Diskussionen mit Fachleuten über das Thema Zwangsarbeit, Filmvorführungen, kulturellen Veranstaltungen und pädagogischen Programmen für Schulen besteht.

Der Präsident der Tschechischen Republik Miloš Zeman und der Präsident der Bundesrepublik Deutschland Joachim Gauck sind die Schirmherren der Ausstellung.

 

 

Öffnungszeit:

Montag – Sonntag: 10.00 – 18.00

Eintritt: 80 CZK