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Справочная литература: «Принудительный труд. Немцы, подневольные работники и война». – Сопроводительный каталог к международной передвижной выставке. Отв. ред. Фолькхард Книгге, Рикола-Гуннар Люттгенау, Йенс-Кристиан Вагнер. По заказу Фонда Мемориальных комплексов Бухенвальд и Миттельбау-Дора. – Веймар, 2010. (ISBN русскоязычного издания: 978-3-935598-20-0)

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К использованию сопроводительного дидактического материала (только на немецком языке)

Internationale Wanderausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“


Erstmals wird mit der Ausstellung eine Gesamtgeschichte der Zwangsarbeit im Nationalsozialismus und ihrer Folgen bis zum heutigen Tag präsentiert. Besonderes Augenmerk legt die Ausstellung auf die Beziehungsgeschichte von Deutschen und Zwangsarbeitern. Die Täterschaft lässt sich nicht auf eine kleine Gruppe von Funktionsträgern des Regimes eingrenzen. Jeder Deutsche musste sich entscheiden, wie er Zwangsarbeitern begegnete: mit Mitmenschlichkeit, Indifferenz oder der rassistisch motivierten Kälte und Unerbittlichkeit des vermeintlichen „Herrenmenschen“. Es gab Handlungsspielräume, und wie sie genutzt wurden, sagt nicht nur etwas über die Einzelnen aus, sondern auch über die Präge- und Anziehungskraft nationalsozialistischer Ideologie und Praxis. In dieser Perspektive geht die Ausstellung über die Geschichte der Zwangsarbeit im engeren Sinne hinaus und verdeutlicht, wie eine extrem rassistisch geprägte Gesellschaft funktionierte – eine Gesellschaft, die auf Ausgrenzung, Verfolgung und Ausbeutung „Fremder“ und angeblich Minderwertiger basierte.

Hier setzt das pädagogische Begleitmaterial zur Ausstellung an. Der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeitsmaterialien liegt auf der Auseinandersetzung mit den Handlungsspielräumen von Personen, die in sehr unterschiedlichen historischen Situationen aufeinander trafen.

Die auf den zwölf Arbeitsblättern vorgestellten Fotos und Dokumente bieten einen biographischen und handlungsorientierten Zugang zu unterschiedlichen Formen und Orten der Zwangsarbeit im Deutschen Reich und in den besetzten Gebieten. In der Auswahl der Biographien wird nicht nur die Bandbreite der Verfolgung deutlich (von Juden sowie Sinti und Roma über KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene bis zu Zivilarbeitern aus vielen Teilen Europas), sondern auch die lange Geschichte der verweigerten Anerkennung und Entschädigung als NS-Opfer nach 1945.

Im angebotenen Gruppenprogramm nutzen die Teilnehmenden am Anfang Fotos und Dokumente zur Erarbeitung eigener Fragen, die anschließend in Kleingruppen in der Ausstellung mit Hilfe der Arbeitsblätter behandelt werden. Die so gesammelten Informationen und Eindrücke stellen sich die Teilnehmenden schließlich wechselseitig vor und diskutieren darüber, welche Bedeutung die Themen Zwangsarbeit und Ausgrenzung für sie heute besitzen. Die Arbeitsblätter bleiben in der Hand der Teilnehmenden und können für die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema genutzt werden.

Die Themen der zwölf Arbeitsblätter

1 BERNHARD KUHNT – Öffentliche Ausgrenzung politischer Gegner

2 SIEGFRIED LAUBINGER – Ein „arbeitsscheuer Zigeuner“ im KZ

3 STJEPAN PISHTIGNJAT – Ein serbischer Kriegsgefangener in Norwegen

4 ARNOLD DAGHANI – Ein jüdischer Maler im Zwangsarbeitslager

5 CHARLES BAYARD – In Paris dienstverpflichtet und nach Berlin verschickt

6 STANISŁAW MASNY – Von Warschau nach Bremen verschleppt

7 ANTONI BRYLIŃSKI – Von der Zwangsarbeit in der Landwirtschaft ins KZ

8 MARIA A. UND TOMASZ B. – Verbotene Liebe

9 KARL HAUKE – Gemeinsamer Widerstand mit sowjetischen Zwangsarbeitern

10 ZWANGSARBEIT IN DER RÜSTUNGSINDUSTRIE – Arbeiten für BMW

11 GABRIELA UND JOLANTA KNAPSKA – Wohin nach der Befreiung?

12 „FLICK IST KEIN VORBILD“ – Wozu und wie erinnern?

13 ZWANGSARBEIT SOWJETISCHER KRIEGSGEFANGENER IM RUHRBERGBAU