Die Geschichte zum Plakatmotiv (Moskau)

Durchgangslager Berlin-Wilhelmshagen, Dezember 1942.

Mitarbeiterinnen des Arbeitsamtes erfassten die Zwangsarbeiterinnen und händigten die Arbeitspapiere aus.

Foto: Gerhard Gronefeld; Quelle: Deutsches Historisches Museum, Berlin

Durchgangslager Berlin-Wilhelmshagen, Dezember 1942.

Die Zwangsarbeiter blieben nur wenige Tage. Sie sollten möglichst schnell zu ihren Arbeitsstellen gebracht werden. Alle vier bis fünf Tage kamen neue Transporte an.

Foto: Gerhard Gronfeld; Quelle: Deutsches Historisches Museum, Berlin

Zwangsarbeiterinnen aus der Sowjetunion bei der Ankunft im Durchgangslager Berlin-Wilhelmshagen, Dezember 1942.

Foto: Gerhard Gronfeld; Quelle: Deutsches Historisches Museum, Berlin

Durchgangslager Berlin-Wilhelmshagen, Dezember 1942.

Mitarbeiterinnen des Arbeitsamtes erfassten die Zwangsarbeiterinnen und händigten die Arbeitspapiere aus.

Foto: Gerhard Gronefeld; Quelle: Deutsches Historisches Museum, Berlin

Plakat zur internationalen Wanderausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“ in Moskau

Sie war vom 22. Juni bis zum 21. November 2011 im Zentralmuseum des Großen Vaterländischen Krieges 1941–1945 zu sehen.

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Die Ausstellung

Katalog

Die Geschichte zum Plakatmotiv

Als Plakatmotiv wurde für die Ausstellung ein Bild ausgewählt, das die Ankunft von Zwangsarbeiterinnen aus der Sowjetunion im Durchgangslager Berlin-Wilhelmshagen im Dezember 1942 zeigt.

Ab dem Frühjahr 1942 kamen Tag für Tag Tausende deportierte Männer, Frauen und Kinder mit Bahntransporten in sogenannten Durchgangslagern an, die überall im Deutschen Reich als regionale Verteilungszentren eingerichtet wurden.

In den Durchgangslagern mussten sich die Menschen zunächst einer Desinfektion unterziehen. Mitarbeiter der Arbeitsämter registrierten sie anschließend und stellten Arbeitskarten und -bücher aus. Schließlich wurden sie den Firmen zugeteilt, die Arbeitskräfte beantragt hatten.

Häufig setzten die Arbeitsämter einen Tag fest, an dem sich Landwirte oder Firmenvertreter Arbeitskräfte gegen eine Gebühr aussuchen konnten. Ehemalige Zwangsarbeiter beschreiben in ihren Erinnerungen diese Situation als einen Sklavenmarkt.