Am 27. Januar 2011, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, wird die Stadt Erfurt den von ihr getragenen Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz auf dem ehemaligen Gelände der Firma am Sorbenweg in Erfurt eröffnen. In einem vom Erfurter Stadtrat am 21. November 2007 einstimmig gefassten Beschluss heißt es:
»Der zu schaffende Erinnerungsort Topf & Söhne hat als Ort historisch-politischer Bildung nationale Bedeutung. Nirgends kann so gut wie auf diesem ehemaligen Firmengelände in Erfurt exemplarisch an die Ermöglichung und Umsetzung des Holocaust durch Industrie und Privatwirtschaft erinnert werden. Denn die mit der Praxis der industriellen Vernichtung von Menschenleben verbundenen Fragen waren an keinem anderen zivilen Ort mehr präsent als in diesem Unternehmen: als Auftrag, als Arbeit, als technologische Herausforderung. Die Unmittelbarkeit der Verbindung zum Massenmord in Auschwitz, die Prägnanz der Befunde zu Mitwisser- und Mittäterschaft und die Überschaubarkeit der Akteure und Vorgänge im damaligen Unternehmen entfalten – das zeigen die Erfahrungen mit der Ausstellung "Techniker der Endlösung" – eine besondere pädagogische Wirkungskraft.«
Durch die Sanierung des Verwaltungsgebäudes und des Außengeländes wird ein nach dem Konkurs der Nachfolgefirma 1996 massiv von Verwahrlosung und Verfall geprägter historischer Ort für die Zukunft gesichert und das ihm innewohnende, unersetzbare pädagogische Potenzial für die Auseinandersetzung mit den Fragen nach der eigenen Verantwortung im beruflichen Handeln gerettet.
Diese Webseite zeigt den Erinnerungsort im Aufbau.