Damaliger Bundespräsident Christian Wulff (links hinten) und der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Volkhard Knigge (rechts hinten) beim Rundgang durch die Ausstellung.

Foto: Svea Pietschmann; Quelle: Jüdisches Museum Berlin

V.l.n.r.: Volkhard Knigge, damaliger Bundespräsident Christian Wulff, Marian Turski.

Foto: Svea Pietschmann, Berlin; Quelle: Jüdisches Museum Berlin

Zur Ausstellungseröffnung im Jüdischen Museum Berlin geladene Zeitzeugen.

V.r.n.l.: Robert Piat, Jean Chaize, Antoni Brylinski, Simone Chaize, Vsevolod Suvorov, N.N., Ernst Große, Karl Hauke, Maria Staravoitava, Anton Fiadotau, Vera Friedländer.

Foto: Svea Pietschmann; Quelle: Jüdisches Museum Berlin

Besucher am Abend der Eröffnung in den Ausstellungsräumen.

Foto: Svea Pietschmann; Quelle: Jüdisches Museum Berlin

Eröffnung der Sonderausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“ im Jüdischen Museum Berlin


Damaliger Bundespräsident Christian Wulff sprach am 27. September 2010 zum Auftakt der internationalen Ausstellungstournee

Über 20 Millionen Männer, Frauen und Kinder aus fast allen Ländern Europas wurden als „Fremdarbeiter“, Kriegsgefangene oder KZ-Häftlinge in das nationalsozialistische Deutschland verschleppt oder mussten in den von der Wehrmacht besetzten Gebieten Zwangsarbeit leisten. Spätestens seit 1942 gehörten Zwangsarbeiter zum Alltag im nationalsozialistischen Deutschland. Die aus allen Teilen Europas, vor allem aus den östlichen Ländern, deportierten Arbeitskräfte wurden überall eingesetzt: in Rüstungsbetrieben ebenso wie auf Baustellen, in der Landwirtschaft, im Handwerk, in öffentlichen Einrichtungen und in Privathaushalten. Ob als Besatzungssoldat in Polen oder als Bäuerin in Thüringen – alle Deutschen begegneten Zwangsarbeitern, viele profitierten davon. Zwangsarbeit war kein Geheimnis, sie war ein weitgehend öffentlich stattfindendes Verbrechen.

Die Ausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“ erzählt erstmals die gesamte Geschichte dieses Verbrechens und seiner Folgen nach 1945. Kuratiert wurde sie von der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, initiiert und gefördert von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“. Die Schirmherrschaft für die Ausstellung hatte der damalige Bundespräsident Christian Wulff übernommen. Erste Station der internationalen Ausstellungstournee war das Jüdische Museum Berlin.

Ausstellungseröffnung im Jüdischen Museum Berlin

Zum feierlichen Auftakt der Tournee der internationalen Wanderausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“ am 27. September 2010 im Glashof des Jüdischen Museums sprachen:

Begrüßung
W. Michael Blumenthal, Direktor des Jüdischen Museum Berlin

Grußwort
Damaliger Bundespräsident Christian Wulff
, Schirmherr der Ausstellung

Erinnern und Verstehen
Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“

Zur Ausstellung
Volkhard Knigge, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

Erinnerungen eines ehemaligen Zwangsarbeiters
Marian Turski, Historiker, Journalist und Überlebender der KZ Auschwitz und Buchenwald