Der Begleitband kann auch über die Spezialbuchhandlung der Gedenkstätte Buchenwald zur Geschichte des National-sozialismus, der Konzentrationslager und der Speziallager bezogen werden. Den Onlineshop erreichen Sie hier.

 

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Zwangsarbeit
im Nationalsozialismus

Mehr als 20 Millionen Menschen aus fast ganz Europa mussten während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeit im Deutschen Reich oder den besetzten Ländern leisten. Das nationalsozialistische Regime hatte den Krieg lange geplant und vorbereitet. Sein Ziel war die Unterwerfung und Ausbeutung Europas. Dafür wurden die besetzten Gebiete ausgeplündert und Millionen Männer, Frauen und Kinder nach Deutschland und Österreich verschleppt.

Überall wurden Zwangsarbeiter eingesetzt – in Rüstungsbetrieben ebenso wie auf Baustellen, in der Landwirtschaft, im Handwerk oder in Privathaushalten. Jeder aus der Bevölkerung ist ihnen begegnet – ob als Besatzungssoldat in Polen oder als Bäuerin in Oberösterreich. Der nationalsozialistische Rassismus prägte das Verhältnis zu den Zwangsarbeitern. Gleichwohl gab es Handlungsspielräume. Ob Zwangsarbeiter erniedrigt und misshandelt wurden oder ob sie einem Rest von Menschlichkeit begegneten, hing auch vom Verhalten des Einzelnen ab.

Um das überaus komplexe Thema „Zwangsarbeit“ für den Besucher greifbar und plastisch zu machen, bilden über sechzig repräsentative Fallgeschichten den sachlichen Kern der Ausstellung. Sie wurden akribisch in einer Vielzahl von Archiven in ganz Europa eigens für die Ausstellung recherchiert. Die Website zur Ausstellung präsentiert seit dem 6. September 2010 einen kleinen Einblick in diese Auswahl.