Ausstellungsmodule

Prolog.

Im Treppenhaus des Jüdischen Museums treten dem Besucher die verschiedenen Facetten der Zwangsarbeit im Nationalsozialismus entgegen.

Quelle: gewerk design, Berlin

Gewöhnung. Gewalt und Ausgrenzung vor dem Krieg.

Die propagierte „Volksgemeinschaft“ der Deutschen und die Zwangsarbeit der Ausgeschlossenen – beides gehörte zusammen. Die Mechanismen der gewaltsamen Ausgrenzung vollzogen sich häufig vor aller Augen im öffentlichen Raum.

Quelle: gewerk design, Berlin

Massenphänomen. Zwangsarbeit im Deutschen Reich.

Nach dem Scheitern ihrer Blitzkriegstrategie deportierten die Deutschen 13 Millionen Menschen zur Zwangsarbeit in das Deutsche Reich. Sie kamen in eine feindlich gesinnte Umgebung: Nur wenige Deutsche begegneten ihnen mit Achtung und Menschlichkeit.

Quelle: gewerk design, Berlin

Zeitzeugen berichten.

Heute spielen ehemalige Zwangsarbeiter eine wichtige Rolle als Zeitzeugen. In ihren Aussagen verdeutlichen sie, wie wichtig es ist, die internationale Erfahrung der Zwangsarbeit zu einem lebendigen Kern des europäischen Gedächtnisses zu machen.

Quelle: gewerk design, Berlin

Radikalisierung. Zwangsarbeit im besetzten Europa.

Bei ihren Eroberungen übertrugen die deutschen Besatzer die bereits eingeübte Praxis der Ausgrenzung und Ausbeutung aller Menschen, die als rassisch minderwertig galten, auf die unterworfenen Länder: Selbsternannte „Herrenmenschen“ ließen „Arbeitsvölker“ für sich schuften.

Quelle: gewerk design, Berlin

Befreiung. Aufarbeitung und Folgen der Zwansgarbeit

Das Jahr 1945 brachte für die überlebenden Zwangsarbeiter die Befreiung. Die Alliierten verurteilten die Zwangsarbeit zunächst als das, was sie war: ein Verbrechen. Zugleich bemühten sie sich, Millionen Deportierten die Rückkehr in die Heimat zu ermöglichen. Doch Fragen der Entschädigung der ehemaligen Zwangsarbeiter wurden vertagt.

Quelle: gewerk design, Berlin

Gestaltung

Mit dem Anspruch, die Geschichte der NS-Zwangsarbeit umfassend darzustellen, hat sich die Ausstellung ein hohes Ziel gesetzt. Mit einer konzentrierten Auswahl repräsentativer Einzelfälle, die intensiv ausgebreitet und in prägnante Bilder übersetzt werden, soll dies erreicht werden.

In Folge der weltweiten Recherchen wird die Ausstellung einzigartiges und bislang weitgehend unbekanntes Material präsentieren. Auf Grundlage einer außerordentlich engmaschigen Überlieferung ist es möglich, historische Ereignisse und Schicksale im Detail zu rekonstruieren. Die Ausstellung setzt diese in verdichtete Szenen um, die es den Besuchern ermöglichen, die Geschichte anhand der originalen Zeugnisse nachzuvollziehen. In der Zusammenschau der einzelnen repräsentativen Szenen ergibt sich ein Gesamtbild der NS-Zwangsarbeit, das deren Charakter sowohl als Massenphänomen wie auch als Gesellschaftsverbrechen deutlich macht.

Ausstellungsgestaltung, -architektur und -umsetzung
gewerk design, Berlin
Künstlerische Leitung: Jens Imig, Stefan Rothert, Birgit Schlegel
Ausstellungsarchitektur: Jens Imig, Johannes Gotaut, Jan Leisse
Produktionsleitung, Projektmanagement: Klaus Fermor
Produktionskoordination: Ann-Christin Warntjen, Julia Junghänel, Marie-Luise Uhle
Erscheinungsbild und Ausstellungsgrafik: Birgit Schlegel
Satz: Klaus Böhm
Medienproduktion: Marten Suhr, Xaver Xylophon
Medienkoordination: Lester Balz

Ausstellungsbau

Walther Expointerieur, Coswig

Medienplanung und -einrichtung / Videoproduktion

artavi Kamratowski + Pisarz GbR, Berlin

Lichteinrichtung

Light-Tool Lichtdesign, Falkensee

Objekteinrichtung

Thomas Fißler und Kollegen, Niederschöna
David Adam, Peter Borucki, Olaf Brusdeylins, Daniel Klawitter, Falk Lehmann

Audioproduktion / Tonaufnahmen:
speak low – Krewer & Teichmann GbR
Regie: Vera Teichmann, Harald Krewer
Sounddesign: C60 Studio, Christian Mevs
Sprecher: Eric Hansen, Ulrike Hübschmann, Christa Lewis, Michael Rotschopf, Clayton Nemrow

Lithografie

Bildpunkt Druckvorstufen GmbH, Berlin; Bild1Druck GmbH, Berlin

Digital-Druck

Bild1Druck GmbH, Berlin; Lissowski Werbung, Radebeul; Novak Siebdruck, Berlin

Reproduktionen

Schein Berlin, Daniel Porsdorf, Berlin; gewerk design, Birgit Schlegel, Berlin

Modellbau

Sehen + Verstehen, Peter Götz, München

Datenbanken und Webdesign

werkraum.media, Frieder Kraft und Dirk Koritnik, Weimar
fastvisions.design, Robert Radermacher, Berlin

Pädagogische Begleitmaterialien / Presseinformationen

werkraum.media, Frieder Kraft, Weimar

Gestaltung des Begleitbandes

werkraum.media, Frieder Kraft unter Mitarbeit von Christian Brüheim and Ralf Jehnert, Weimar

Öffentliche Intervention

Anke Heelemann, Weimar