Stollen der ehemaligen unterirdischen Raketenfabrik, in dem KZ-Zwangsarbeiter untergebracht wurden.

Foto: Claus Bach; Quelle: Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

Kontakt

Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora stehen Ihnen im Vorfeld gerne für eine ausführliche Beratung über Umfang, Inhalt und Methoden möglicher Programmbausteine zur Verfügung.

 

Frau Brita Heinrichs
Tel.: +49 (0) 3631 495 822
E-Mail: bheinrichs(at)dora(dot)de

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Broschüre

Ein Seminar in Buchenwald und Mittelbau-Dora: Zwangsarbeit im Nationalsozialismus

Wie die internationale Wanderausstellung legt das Seminar „Zwangsarbeit und Konzentrationslager“ seinen Schwerpunkt auf die Darstellung der Beteiligung der gesamten deutschen Gesellschaft an den nationalsozialistischen Verbrechen der Jahre 1933 bis 1945.

Zwangsarbeit von KZ-Häftlingen fand nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Vielmehr wurden hier Behandlungsnormen eingeübt, die nach 1939 auch beim millionenfachen Einsatz von Kriegsgefangenen und zivilen Zwangsarbeitern Akzeptanz fanden.

Zwangsarbeit war von Beginn an ein prägender Bestandteil der KZ-Haft – ob als schikanöses Mittel der Bestrafung und „Erziehung“ oder zur gnadenlosen Ausbeutung der Häftlinge zugunsten finanzieller Gewinne.

In der zweiten Kriegshälfte ging die SS dazu über, Häftlinge als Zwangsarbeiter an die Rüstungsindustrie zu vermieten. Zwischen 1942 und 1945 entstanden daraufhin etwa 1 000 KZ-Außenlager bei Industriebetrieben und Bauprojekten.

An drei historischen Orten (ehemaliges KZ Buchenwald – ehemaliges KZ Mittelbau-Dora – ehemalige „KZ-Landschaft“ im Südharz) werden die Inhalte des Seminars erfahrbar gemacht und anhand konkreter Beispiele mit der historischen Überlieferung (Dokumente, Fotos, Zeitzeugenberichte, Fundstücke, Arbeitsblätter) verknüpft.

Das Seminar wird unabhängig von der internationalen Wanderausstellung durchgeführt.